Vertrauliche Geburt

Schwanger und keiner darf es erfahren? Gemeinsam finden wir einen Weg für Sie und Ihr Kind.

Es ist eine schwierige und belastende Situation schwanger zu sein und nicht zu wissen, wie man dieses Kind großziehen soll. Manchmal fehlt ein vertrauter, verständnisvoller Mensch, mit dem man über die Schwangerschaft sprechen kann. Die vertrauliche Geburt ist ein Angebot für Schwangere in Notsituationen, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verschweigen und ihre Anonymität trotz verschiedener Unterstützungsangebote nicht aufgeben möchten. Verzweifelte Schwangere sollen ihr Kind nicht mehr heimlich und allein zur Welt bringen müssen.

 Wie groß Ihre Not auch ist, wir finden gemeinsam einen Weg, für Sie und ihr Kind - anonym, sicher, vertraulich und kostenfrei.Unsere BeraterInnen sind besonders geschult, unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht, informieren über viele Hilfsangebote. Sie können sicher sein: Niemand wird von dem Gespräch erfahren – weder Angehörige und Arbeitgeber, noch Ämter, Behörden oder Krankenkassen.

Informationen finden Sie auch unter

https://www.bmfsfj.de

Was ist eine vertrauliche Geburt?

Vertrauliche Geburt bedeutet: Sie können Ihr Kind medizinisch sicher und unter einem Pseudonym zur Welt bringen. Sie werden von einer BeraterIn, die an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist, beraten und begleitet, auf Wunsch vor und auch nach der Geburt. Im Unterschied zur anonymen Geburt gibt bei einer vertraulichen bzw. geheimen Geburt die Mutter ihre Personendaten z. B. gegenüber einer Beratungsstelle bekannt, diese werden verschlossen verwahrt.

Die Beratung ist immer und so oft Sie es wünschen möglich. Erst im Verfahren für die vertrauliche Geburt müssen Sie sich – einmalig und nur gegenüber Ihrer/m BeraterIn – ausweisen. Ihre Daten werden sicher verschlossen und besonders geschützt hinterlegt, so dass niemand sie einsehen kann. Im gesamten weiteren Verfahren wird nur noch Ihr Pseudonym genutzt. Ihr wahrer Name bleibt somit geheim. Frühestens nach 16 Jahren hat ausschließlich Ihr Kind das Recht, seine Herkunft zu erfahren und kann Ihre persönlichen Daten einsehen.

Die Geburt wird medizinisch betreut und unter dem gewählten Pseudonym dokumentiert. Nach der Geburt teilen die Klinikleitung oder die Hebamme der zuständigen Beratungsstelle Geburtsdatum und -ort des Kindes mit. Die Beratungsstelle schickt dann den Herkunftsnachweis an das BAFzA zur sicheren Aufbewahrung.

 

 

Das kostenlose Hilfetelefon
Das kostenlose Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym & sicher“

Das kostenlose Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym & sicher“:
0800 40 40 020 ist rund um die Uhr erreichbar und hilft in mehreren Sprachen weiter.

Sie sind dabei nicht an eine Stadt oder ein Bundesland gebunden. Die anonyme Beratung ist ein bundesweites Hilfsangebot, auf das Sie ein Recht haben.
Weitere Informationen zu diesem besonderen Hilfsangebot finden Sie auch hier:
www.geburt-vertraulich.de

donum vitae verweist auf Hinweiskarte zur vertraulichen Geburt
Hinweiskarte im Kreditkartenformat (anstelle der Krankenversicherungskarte)

Eine Frau, die ihre Schwangerschaft geheim halten möchte, kann seit 2014 im Rahmen einer vertraulichen Geburt medizinisch sicher entbinden. Im Kontakt mit medizinischen Fachkräften kommt es jedoch häufig zu praktischen Problemen im Umgang mit dem Recht der Frau auf Anonymität. Wenn in der Anmeldesituation nachdrücklich nach einer Krankenkassenkarte verlangt wird, sind viele Frauen verunsichert. Selbstverständlich müssen die medizinischen Fachkräfte klären, dass die Geburt oder die medizinische Behandlung finanziert werden. Die eigenen Daten weiterzugeben, ist für die betroffene Frau jedoch sehr belastend. Nicht selten kommt es dann vor, dass die Krankenkassenkarte doch überreicht wird.

Um Frauen, die vertraulich gebären wollen, zu entlasten und zu schützen, hat donum vitae eine Karte im Kreditkartenformat entwickelt, die bei der Anmeldung in der Klinik, bei der FrauenärztIn oder auch im Kontakt mit MitarbeiterInnen im Rettungsdienst anstelle einer Krankenkassenkarte überreicht werden kann. Auf der Karte können das Pseudonym der schwangeren Frau sowie der Kontakt des/der begleitenden BeraterIn vermerkt werden. Als weitere Hilfestellung ist die Nummer des Hilfetelefons „Beratung & Geburt vertraulich“ auf der Karte abgedruckt. Rettungsdienste, Kliniken oder Arztpraxen können dort auch die Abrechnungsmodalitäten erfragen.

Die Hinweiskarte wurde mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend produziert.
Ein kurzer Informationsfilm erläutert die Nutzung der Karte: https://www.youtube.com/watch?v=VL7F724M_Lk

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